Inspiration
Verschiedene Menschen, gemeinsame Freude
Das Neujahrsfest in der Ahima Yogaschule am vergangenen Samstag war für alle eine Freude und Inspiration. IRINATA spielte und sang mit großem Können und mit sehr viel Freude. Die strahlenden Gesichter von Irina und Renate spiegelten sich schon nach dem ersten Lied in den Gesichtern der Zuhörer wieder. In der Pause wurden neue Kontakte geknüpft und die Erlebnisse ausgetauscht. Meine eigene Yogalehrerin, Kumud Doris Schramm, erzählte im Anschluss über Yoga und über ihr selbst entwickeltes Yogakonzept Aumkara Yoga. Sie tat dies mit so großer Klarheit, dass jeder es sofort verstand und sich damit identifizieren konnte. Unsere Gefühlswelt wurde danach noch wunderbar angesprochen durch die Gedichte von Petra Zeichner und Harald Jorkowski. Sowohl im Yoga als auch in Gedichten begegnen wir uns selbst: unsere Fragen, unsere Wünsche, unsere Sehnsucht. Ich danke allen, die anwesend waren, für ihre Offenheit und ihre Begeisterung. So verschieden wir alle auch sind, beim gemeinsamen Erleben entsteht einen enormen Schwung an Energie und Freude, die uns sehr weit trägt.
Hilde Maartje
16. Januar 2012
-----------------------------------------------
Allein und doch zusammen
Es ist wichtig, dass wir uns selbst wichtig nehmen und wertschätzen. Oft sind wir vor allem für andere da, machen und tun - aber geben uns selbst keine Aufmerksamkeit. Zum Glück gibt es dafür Yoga! Im Yoga werden wir uns wieder unseres Selbst bewusst, unseres Körpers, unserer Gedanken, unserer Gefühle, unserer Wünsche.
Je mehr wir uns selbst als einzelner Mensch wahrnehmen, desto mehr wird uns auch bewusst, dass wir Teil eines Ganzen sind. Es gibt die anderen Menschen um uns herum, mit denen wir mehr oder weniger interagieren und kommunizieren; es gibt die im wörtlichen Sinne weite Natur, in der wir uns bewegen; es gibt neben unserer Erde noch viele weitere Planeten und Himmelskörper.
So erleben wir uns im Yoga als ganzer Mensch und gleichzeitig auch als Teil eines großen Ganzen. Und das finde ich etwas sehr Besonderes!
Hilde Maartje
9. Dezember 2011
-----------------------------------------------
Zeichen der Zeit:
Im Aufzug gibt es zwei Knöpfe, mit denen man die automatische Türschließung beeinflussen kann: "Tür auf", um noch Leute hineinlassen zu können, und "Tür zu", um die Tür schneller zu schließen. Das Symbol auf dem "Auf"-Knopf ist noch gut sichtbar - das "Zu"-Symbol dagegen lässt sich vom vielen Drücken nur noch erahnen ...
-----------------------------------------------
In den schwachen Teilen ist es nötig, beharrlich zu sein; in den starken Teilen braucht es vor allem Geduld.
Hilde Maartje
20. November 2011
-----------------------------------------------
Von der Kunst, zu unterscheiden
Im Grunde sind wir nie fertig, es gibt immer noch etwas zu tun. Wie sehr wir uns bemühen, die To-do-Liste abzuarbeiten - am Ende ist schon wieder eine neue Liste entstanden. Ich gewöhne mich langsam daran, dies zu akzeptieren. Wie sagt die Baumarkt-Werbung? "Es gibt immer was zu tun!"
Die Kunst ist es, sich davon nicht kirre machen zu lassen. Eine gute Methode ist: zu unterscheiden. Zum Beispiel zu unterscheiden zwischen wichtig und unwichtig, zwischen "notwendigem Übel" und freiwilliger Kür. Unterscheiden zwischen To-Do's für die Arbeit, To-Do's für die Familie und To-Do's für sich selbst. Das heißt, aus einem haushohen, unförmigen, schiefen Turm an Aufgaben mehrere kleine Türme zu machen. Die drohen nicht so schnell umzufallen und sehen auch noch hübscher und übersichtlicher aus.
Wenn ich mir die unterschiedlichen Aufgaben so anschaue, sehe ich recht schnell, was ich bewältigen kann und auch für was ich im Grunde gar keine Zeit habe. Dann muss ich entscheiden, was die höhere Priorität hat, und etwas anderes dafür nach hinten schieben. Schließlich können wir zwar alles machen - aber nicht alles gleichzeitig.
Unterscheiden - der Yoga-Begriff heißt viveka - hilft, den Überblick zu behalten. Habe ich den Überblick, fallen mir Entscheidungen leicht.
Hilde Maartje
22.September 2011
-----------------------------------------------
Yogisch leben ist...
...wenn man sich selbst únd anderen erlaubt, Fehler zu machen.
Hilde Maartje
29. Mai 2011
------------------------------------------------
Entscheidungen bringen Klarheit
Es ist wichtig, sich zu entscheiden! Wenn wir Fragen offen lassen, dümpelt das Leben so vor sich hin. Wenn wir uns aber für eine Richtung entscheiden, erreichen wir unser Ziel schneller und einfacher. Sich zu entscheiden, ist nicht einfach; und je mehr Möglichkeiten wir haben, desto schwerer wird es.
Wenn wir in unser Herz hineinhören, finden wir heraus, was uns wirklich wichtig ist. Dann können wir entscheiden, weniger Zeit mit Unwichtigem zu verbringen und mehr Zeit dem Wichtigen zu widmen. Wenn wir uns entscheiden, schaffen wir mehr Klarheit: Wir wissen selbst, wo wir hin möchten, und auch unsere Mitmenschen wissen, woran sie bei uns sind.
Yoga hilft uns, in uns selbst hineinzuschauen oder -zuhorchen. In der Stille der Gedanken entsteht auf einmal eine Klarheit, die wir lange vermisst haben. Die Übungen stärken unser Körper und mit der Zeit auch unser Vertrauen. Damit trauen wir uns, uns zu entscheiden, denn wir fühlen intuitiv, das alles gut für uns laufen wird.
Hilde Maartje
15. Mai 2011
---------------------------------------------------
April 2011 Friedberger Frühjahrsmarkt
Inmitten farbenfroher Blumen durfte ich auf der Bühne Yoga und Ahima präsentieren:


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich
Wie leicht vergessen wir das. Wir können die Verantwortung für unser Glück nicht auf andere abschieben. So bald wir erwachsen sind, dürfen und sollten wir selbst entscheiden, wo und wie wir unser Glück finden. In unserem Leben sind wir eigentlich alle auf der Suche nach einem Zustand, den wir Glück nennen - und jeder hat von diesem Zustand wahrscheinlich eine andere Vorstellung. Im Yoga ist für mich Glück der Zustand, der sich rundherum gut anfühlt. In meinem Herzen fühle ich Ruhe und Zufriedenheit, und dieses Gefühl strahlt bis in den ganzen Körper aus. Sogar die Gedanken sind ruhig und zufrieden, und ein tolles Gefühl der Zuversicht breitet sich aus.
27. März 2011 Hilde Maartje Thiele
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Erzähle mir und ich vergesse,
Zeige mir und ich erinnere mich,
Lass mich tun und ich verstehe.
Konfuzius
(13. Februar 2011)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Recht auf Trägheit - Alexis de Roode (aus dem Niederländischen von Hilde Maartje Thiele)
Warum sollten wir
Sie und ich
nicht berechtigt sein
zu trägem / Leben.
Zu sehr / trägem / Leben.
Alle Maschinen
dürfen Sie / ausschalten.
Stillstehen ist
erlaubt. Völlig.
Sie dürfen auch
die Augen / schließen.
Für alles.
Sogar daran denken
müssen Sie nicht.
Sie müssen nicht
antworten.
Sie müssen
nicht / weiter.
Sie dürfen hier bleiben.
Sie müssen / dieses Gedicht
nicht zu Ende lesen.
16. Januar 2011
---------------------------------------------
Unser Bewusstsein zeigt den Weg zum Ziel
Kraft und Halt - das brauchen wir im Alltag: Wir möchten unseren Körper kräftigen, stark im Leben stehen und einen Halt haben, wenn es mal schwierig wird. Gleichzeitig sehnen wir uns danach, abzuschalten, loszulassen, sozusagen uns selbst und unsere Seele baumeln. zu lassen. Komisch, oder?
Brauchen wir also Kraft und Halt nur, um den Alltag bewältigen zu können? Damit wir uns dann irgendwann, wenn wir wieder Urlaub haben, endlich wieder entspannen können? Das wäre doch schade: Urlaubstage gibt es schließlich weniger als Arbeits- oder Schultage. Und wir wollen doch das ganze Leben genießen - und nicht nur 30 Tage im Jahr.
Ich sehe es so, dass wir Kraft und Halt brauchen, um unser Leben so zu gestalten, wie es uns selbst gut tut. Dafür müssen wir erst erkennen, was das ist. Dann entscheiden wir uns für ein bestimmtes Handeln, eine bestimmte Richtung und wollen auch dabei bleiben. Dazu brauchen wir Kraft - und unser Halt könnte der feste Blick auf unser Ziel sein.
Um das Ziel zu erreichen, sollten wir uns immer bewusst sein, wo wir gerade sind und wohin wir gehen. Diese Fragen sollten wir uns immer stellen: Wer bin ich gerade? Wie geht es mir? Wo will ich hin? Wenn wir unser Bewusstsein auf diese Art und Weise trainieren, gibt es uns rechtzeitig ein Signal, wenn wir von unserer Zielrichtung abweichen. Wir fühlen uns dann unwohl.
Wir können uns unser Bewusstsein wie ein Radar vorstellen. Dieser Radar gibt uns Halt. Wenn wir auf unseren inneren Radar achten und ihm folgen, fühlen wir uns mit uns selbst und unserem Leben wohl. Die Kraft kommt dann von ganz allein, aus uns selbst heraus. Wir nutzen sie nicht verbissen, um uns zu wehren - sondern spielerisch, um bei uns selbst und unseren eigenen Zielen zu bleiben.
15.08.2010
Hilde Maartje Thiele
---------------------------------------------
Ich folge meiner inneren Führung
Nach der Entscheidung, etwas zu beginnen, ist es die Kunst, dabei zu bleiben. Die Tage sind vollgepackt, es muss viel getan werden; da gerät das eigene Ziel schon mal aus dem Blickfeld und die Motivation ist auf dem Tiefpunkt. Dann ist Disziplin hilfreich – aber nicht so, wie wir das oft verstehen: mit Kampf und Zwang. Disziplin ist nur hilfreich, wenn wir sie als eine innere Führung begreifen. Dazu fragt man sich: Wie geht es mir, was wünsche ich mir, und was kann ich jetzt dafür tun?
Beim Folgen der inneren Führung geht alles viel leichter. Ohne Kampf – sondern mit Spaß und Freude. Es scheint, als ob alles von selbst geht, wie am Schnürchen, eine Perle nach der anderen, bis die Kette vollständig ist. Die eigene, innere Energie strömt im Einklang mit dem Leben draußen, sodass alles miteinander arbeitet.
Ich finde meine innere Führung immer wieder im Yoga. Ich fühle mich dann vollständig und in Einheit mit allem, was um mich ist. Dieses Gefühl motiviert mich, andere Menschen in Yoga zu unterrichten. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen sich wohl fühlen mit sich und mit ihrer Umgebung. Dann ist das Leben leicht und macht Freude.
Hilde Maartje Thiele